Psychodrama ist eine spannende Methode für Menschen,  die ihre eigene  Erfahrungswelt verstehen, erweitern oder verändern möchten. Die subjektive innere Erfahrungswelt wird äußerlich in Szene gesetzt. .

Was ist Psychodrama?

„Psychodrama ist die Methode, welche die Wahrheit der Seele durch Handeln erkundet“. So beschreibt der Vater des Psychodramas, Jakob Levy Moreno, seine Methode. Für ihn ist von zentraler Bedeutung, dass wir Menschen als Teil eines sozialen Gefüges betrachtet werden. Seine Methode soll ganzheitliche Erfahrungen ermöglichen, die über reine verbale Kommunikation wie z.B. in der klassischen Psychoanalyse hinausgehen.

Psychodrama macht sich viele Elemente des Improvisationstheaters zunutze. Derjenige, der etwas über sich erfahren möchte, wird Autor, Regisseur, Schauspieler und Beobachter seiner eigenen Szenen. Man nennt ihn den Protagonisten. Begleitet wird er von einem Leiter(Coach), der mit ihm zusammen die Regie hat. Gesucht wird eine Schlüsselszene, über die der Protagonist Erfahrungen sammeln möchte. Diese wird dann auf einer Bühne in Szene gesetzt.

Ein Beispiel

Angenommen ein Angestellter namens John teilt sich mit einer Kollegin Sabine ein Büro. Wenn der Chef ins Büro kommt und Sabine nicht da ist, kann John seinem Chef seine Ideen erläutern, Fragen stellen und Kritik loswerden. Wenn Sabine im Raum ist, verstummt John sobald sein Chef das Büro betritt. John kann sich dieses Verhalten nicht erklären und möchte mit Psychodrama sein Verhalten verstehen und eventuell eine Verhaltensänderung herbeiführen.

Nachdem John seine Schlüsselszene dem Leiter in einem Interview erläutert hat, wird er nach und nach die beteiligten Personen auf der Bühne selber spielen. In einem Einzelcoaching werden die Personen durch Stühle oder andere Symbole ersetzt. In einer Gruppensitzung wählt John einen Teilnehmer als Stellvertreter für sich, Sabine und den Chef. So kann er sich die Szene später von außen nochmal betrachten. Dadurch erfährt John die Perspektive der anderen beteiligten Personen und bekommt beim Nachspiel durch die Gruppenteilnehmer zusätzliche Informationen, die er selber nicht wahrgenommen hat.

Im nächsten Schritt kann die Szene verändert werden. Z.B. könnte John sich anders verhalten und dies in diesem geschützten Rahmen ausprobieren. John lernt dabei viel über sich und andere und kann neue Wahlmöglichkeiten in anscheinend festgefahrenen Situationen ausprobieren und für sich nutzbar machen.

Warum ist Psychodrama für Coaching interessant

Als Coach ist es immer gut, verschiedene Methoden im Werkzeugkoffer zu haben. Jeder Mensch ist anders und spricht auf  unterschiedliche auf Methoden an. Psychodrama bringt mit Spontanität, Kreativität und lebendigem Erleben einen inneren Konflikt, vergangene oder zukünftige Erlebnisse nach außen zum vielseitigen Wahrnehmen und Erkunden. Gefühle können ausagiert werden. Das kann den Coachee schneller seinen Zielen näher bringen, als wenn er nur von seinen Problemen erzählt. Wenn Du Interesse hast, mehr über Coaching Methoden zu erfahren, sprich mich gerne an.

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